KI-Wissen & Aktuelles

KI verständlich erklärt: Praxisartikel, aktuelle Termine und Wissenswertes rund um Künstliche Intelligenz.

🎤 Veranstaltung 24. Juni 2026 📍 Hofmarksaal Moosbach

KI für alle – Chance oder Risiko?

Vortrag gemeinsam mit der Gemeinde Moosbach: Versteh, was KI kann, wo sie Risiken birgt und wie du sie sinnvoll einsetzt. Für alle – keine Vorkenntnisse nötig.

Programm des Abends

  • Was ist KI? – und was sie nicht ist
  • Wie funktioniert KI? – einfach erklärt, ohne Technik-BlaBla
  • EU AI Act – welche Regeln gelten und was das für mich bedeutet
  • Praxisbeispiele – wo KI heute schon hilft und wo Vorsicht geboten ist
  • Prompting – wie ich KI richtig anspreche und bessere Ergebnisse bekomme

Details

  • 📅 Datum: Dienstag, 24. Juni 2026
  • 🕖 Einlass: ab 18:30 Uhr
  • 🕖 Beginn: 19:00 – 21:30 Uhr
  • 📍 Ort: Hofmarksaal Moosbach
  • 🎟 Eintritt: € 10,– | Schüler, Lehrlinge, Pensionisten: € 8,–
  • ⚠️ Keine Anmeldung nötig – Eintritt an der Abendkasse
  • 🔴 Begrenzte Teilnehmerzahl – frühzeitiges Erscheinen empfohlen
  • 🏛 Veranstalter: Gemeinde Moosbach
Flyer KI für alle – Chance oder Risiko? Vortrag am 24. Juni 2026, Hofmarksaal Moosbach
Rückfragen:
mail@geraldb.at  ·  www.geraldb.at
KI und Recht: digitaler Kopf neben goldener Waage mit Paragraphenzeichen
⚖️ Recht & Compliance Mai 2026 ⏱ ca. 4 Min. Lesezeit

KI und Recht: Drei Meldungen, eine Botschaft

Wer KI einsetzt, bewegt sich in einem rechtlichen Umfeld, das gerade sehr aktiv wird. Drei aktuelle Fälle aus Deutschland zeigen, wie ernst das zu nehmen ist.

Gesichtserkennung: Wenn Technik schneller ist als das Gesetz

Die deutsche Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Louisa Specht-Riemenschneider, hat Anfang Mai 2026 Alarm geschlagen. Strafverfolgungsbehörden planen, KI-gestützte Gesichtserkennung massiv auszuweiten. Das Problem: Die geplanten Einsatzbedingungen sind zu vage und passen nicht zum EU AI Act.

Biometrische Erkennungssysteme machen Fehler. Und wenn sie Fehler machen, trifft es oft Menschen, die gar nichts getan haben.

Die Zahl der Datenschutzbeschwerden bei der BfDI ist 2025 auf 11.824 gestiegen, ein Plus von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist kein Zufall. Menschen merken, dass ihre Daten verarbeitet werden, und sie fragen zunehmend nach, ob das rechtens ist.

KI-Bilder und Urheberrecht: Wer hat was geschaffen?

Das OLG Düsseldorf hat am 2. April 2026 ein Urteil gefällt, das viele überrascht hat. Eine Tierfotografin klagte gegen ein KI-generiertes Bild, das auf ihrem Unterwasserfoto von Hunden basierte. Das Gericht entschied: Das bloße Motiv – also ein Hund unter Wasser – ist nicht geschützt. Geschützt sind nur kreative Entscheidungen wie Perspektive, Licht und Bildaufbau.

Das klingt zunächst nach einem Freifahrtschein für KI-Nutzer. Ist es aber nicht.

Wer möchte, dass sein KI-generiertes Bild selbst urheberrechtlich geschützt ist, muss nachweisen, welchen menschlichen schöpferischen Beitrag er beim Prompting geleistet hat. Das ist in der Praxis schwieriger als gedacht. Und wer fremde Fotos als Vorlage nutzt, sollte trotzdem sehr genau hinschauen, was davon übernommen wird.

DSGVO-Bußgelder: 6 Milliarden Euro und kein Ende

Die kumulierten Bußgelder unter der DSGVO haben im Mai 2026 erstmals die 6-Milliarden-Euro-Grenze überschritten. Allein Vodafone hat von der BfDI eine Strafe von 45 Millionen Euro bekommen. Datenschutzbehörden in der EU sind nicht mehr zahnlos.

Für Unternehmen, die KI nutzen, ist das besonders relevant. KI-Systeme verarbeiten typischerweise große Datenmengen. Und große Datenmengen bedeuten großes Compliance-Risiko.

Was das bedeutet

Diese drei Meldungen hängen zusammen. Der EU AI Act, die DSGVO und das Urheberrecht greifen ineinander. 2026 ist das Jahr, in dem das Durchsetzungsklima spürbar schärfer wird.

KI einzusetzen ist kein Problem. KI einzusetzen, ohne sich um die rechtlichen Rahmenbedingungen zu kümmern, kann teuer werden – und zwar schnell.

Wer KI nutzt, privat oder im Unternehmen, sollte sich die Zeit nehmen, die wichtigsten Regeln zu kennen. Nicht im Detail wie ein Jurist, aber auf einem Niveau, das Fehler vermeidet.

Genau darum geht es in unseren Trainings.


Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und Orientierung. Er stellt keine Rechtsberatung dar und ersetzt keine rechtliche Einzelfallprüfung. Bei konkreten rechtlichen Fragen wende dich bitte an eine qualifizierte Rechtsanwältin oder einen qualifizierten Rechtsanwalt.

EU AI Act Mai 2025 ⏱ ca. 4 Min. Lesezeit

EU AI Act: Was bedeutet das jetzt konkret für mich?

Das neue EU-Gesetz zur Künstlichen Intelligenz gilt seit 2024. Aber was steckt wirklich dahinter – und was ändert sich für KMU, Schulen und Privatpersonen in Österreich?

Was ist der EU AI Act überhaupt?

Der EU AI Act ist das weltweit erste umfassende Gesetz zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz. Er wurde im August 2024 in Kraft gesetzt und wird schrittweise bis 2026 vollständig wirksam. Ziel ist es, KI sicher, transparent und menschenwürdig zu gestalten – ohne Innovation zu ersticken.

Das Risikomodell: Nicht alles ist gleich riskant

Der EU AI Act teilt KI-Anwendungen in vier Risikostufen ein:

  • Inakzeptables Risiko – verboten (z.B. Social Scoring, manipulative KI)
  • Hohes Risiko – strenge Auflagen (z.B. KI in Medizin, Justiz, Personalentscheidungen)
  • Begrenztes Risiko – Transparenzpflichten (z.B. Chatbots müssen sich als KI zu erkennen geben)
  • Minimales Risiko – kaum Auflagen (z.B. KI-Spamfilter, Empfehlungsalgorithmen)

Was bedeutet das für KMU in Österreich?

Die gute Nachricht: Die meisten KMU nutzen KI-Tools wie ChatGPT, Copilot oder Bildgeneratoren im Bereich minimales Risiko. Hier gibt es kaum neue Pflichten. Wer KI aber für Personalentscheidungen, Kreditvergabe oder ähnliche sensible Bereiche einsetzt, muss genauer hinschauen.

Wichtig ist vor allem: Wenn Sie KI-Systeme einsetzen, die in der EU als hochriskant eingestuft werden, müssen Sie als Unternehmen nachweisen können, dass diese ordnungsgemäß eingesetzt werden. Das betrifft aber nur einen kleinen Teil der Alltagsanwendungen.

Und für Privatpersonen?

Als Privatperson sind Sie hauptsächlich als Nutzer betroffen. Chatbots müssen sich als KI zu erkennen geben. Deepfakes müssen gekennzeichnet sein. Das sind die wichtigsten Punkte, die Sie im Alltag spüren werden.


Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Orientierung. Er stellt keine Rechtsauskunft dar. Für rechtliche Fragen wenden Sie sich an eine Anwaltskanzlei.

Datenschutz April 2025 ⏱ ca. 3 Min. Lesezeit

KI und Datenschutz: Was darf ich eingeben – und was besser nicht?

ChatGPT, Copilot und Co. sind praktisch. Aber was passiert eigentlich mit den Daten, die ich eingebe? Und welche Informationen sollte ich lieber für mich behalten?

Das Grundproblem: KI lernt aus Ihren Eingaben

Viele KI-Tools nutzen Ihre Eingaben standardmäßig zum Weitertrainieren ihrer Modelle – zumindest wenn Sie die Datenschutzeinstellungen nicht aktiv anpassen. Was Sie heute eingeben, könnte morgen als Trainingsgrundlage für andere Nutzer dienen.

Was Sie niemals in eine KI eingeben sollten

  • Personenbezogene Daten von Kunden, Mitarbeitern oder Patienten
  • Vertrauliche Geschäftsinformationen, Strategiepapiere, interne Zahlen
  • Passwörter, Zugangsdaten, API-Keys
  • Gesundheitsdaten, Bankdaten, persönliche Dokumente
  • Inhalte unter Verschwiegenheitspflicht (Anwälte, Ärzte, Steuerberater)

Was in der Regel unproblematisch ist

  • Allgemeine Textentwürfe ohne persönliche Daten
  • Öffentlich zugängliche Informationen recherchieren
  • Anonymisierte oder fiktive Beispiele
  • Brainstorming, Ideenfindung, Strukturierung von Inhalten

Tipp für Unternehmen: Datenschutz-Modus aktivieren

Die meisten KI-Tools bieten mittlerweile einen Enterprise- oder Datenschutz-Modus an, bei dem Eingaben nicht für das Training verwendet werden. Prüfen Sie in den Einstellungen Ihres Tools, ob diese Option aktiv ist – und aktivieren Sie sie.

Die wichtigste Regel

Bevor Sie etwas eingeben, fragen Sie sich: Würde ich diesen Text auch auf einer Postkarte verschicken? Wenn nicht – besser weglassen oder anonymisieren.


Hinweis: Dieser Artikel bietet allgemeine Orientierung, keine Rechtsauskunft. Für DSGVO-spezifische Fragen wenden Sie sich an einen Datenschutzberater.

Praxis März 2025 ⏱ ca. 4 Min. Lesezeit

Prompting: Wie spreche ich KI richtig an?

Die meisten Menschen sind enttäuscht von KI – weil sie nicht wissen wie man sie richtig fragt. Mit ein paar einfachen Regeln werden die Ergebnisse deutlich besser.

Was ist ein Prompt überhaupt?

Ein Prompt ist die Eingabe, die Sie an eine KI schicken. Je klarer und strukturierter dieser Prompt ist, desto besser und nützlicher ist die Antwort. KI ist kein Gedankenleser – sie antwortet genau auf das, was Sie schreiben.

Die häufigsten Fehler beim Prompting

  • Zu kurze, vage Anfragen: „Schreib mir was über KI"
  • Keine Angabe des gewünschten Formats oder der Länge
  • Kein Kontext: Für wen ist der Text? Welches Ziel hat er?
  • Einmalige Anfrage statt schrittweiser Verfeinerung

Die 4 Bausteine eines guten Prompts

1. Rolle: Sagen Sie der KI, welche Rolle sie einnehmen soll.
Beispiel: „Du bist ein erfahrener Texter für österreichische KMU..."

2. Aufgabe: Was soll die KI konkret tun?
Beispiel: „...schreib einen kurzen Newsletter-Text über unsere neue Dienstleistung."

3. Kontext: Relevante Hintergrundinformationen geben.
Beispiel: „Die Dienstleistung heißt X, richtet sich an Y und kostet Z."

4. Format: Wie soll das Ergebnis aussehen?
Beispiel: „Maximal 150 Wörter, freundlicher Ton, mit einem Call-to-Action am Ende."

Ein konkretes Beispiel

Schlechter Prompt: „Schreib eine E-Mail."

Guter Prompt: „Du bist Assistent für ein kleines österreichisches Handwerksunternehmen. Schreib eine höfliche Erinnerungs-E-Mail an einen Kunden, der eine offene Rechnung über 450 Euro seit 14 Tagen nicht bezahlt hat. Ton: sachlich aber freundlich. Länge: maximal 100 Wörter."

Der Unterschied im Ergebnis ist enorm.

Der wichtigste Tipp: Nachfragen und verfeinern

KI ist kein Einweg-Tool. Wenn das erste Ergebnis nicht passt, sagen Sie der KI was fehlt oder was besser sein soll. „Mach den Ton etwas formeller" oder „Füge noch einen Hinweis auf unsere Öffnungszeiten hinzu" – das funktioniert hervorragend.


Prompting ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im KI-Zeitalter – und wird in all unseren Trainings praktisch geübt.